Codeyear 2013

David Bauer hatte es damals geschafft, 100 %, Codeyear finished. Wie er das gemacht hat und was er darüber denkt, ob Journalisten programmieren können müssen, lest ihr hier.

Codeyear, das ist der Versuch, innerhalb eines Jahres ein bisschen coden zu lernen. Ein fester Zeitraum, ein paar Mitstreiter, am besten ein eigenes Projekt. So die Theorie. Anfang 2013 sind wir David Bauers Versuch gefolgt, Jonathan Sachse schrieb hier darüber, Daniel Drepper hier und ich in diesem Blog.

Unsere Anlaufstelle, wenn auch mit verschiedenen Programmiersprachen: Die Codecademy. Dazu kurz mehr: Die Codecademy ist eine tolle Lernseite für Journalisten, die vorher noch nie programmiert haben. Es startet bei Null, alles wird langsam erklärt, und bei jedem Schritt muss ich selber etwas bauen oder vervollständigen, sonst komme ich nicht weiter. Zur Belohnung gibt es Badges und Punkte, schwarz auf weiß kann ich bei jedem Log-In sehen, wann ich das letzte Mal gecodet habe, wieviele Punkte ich heute erreicht habe und wieviel mehr Punkte das an anderen Tagen schon waren.

Wir haben es nicht geschafft.

codeyear

Es wäre aber zu schaffen gewesen innerhalb eines Jahres. Ich habe mehrere mehrwöchige Pause eingelegt, und bin jetzt an einem Punkt, wo ich ein Buch brauche. Die Anleitungen sind nicht mehr unbedingt selbsterklärend, aber noch wichtiger: Mir fehlt eine Übersicht des bisher Gelernten, das bietet die Codecademy außer eines Mini-Glossarys leider nicht. Alle Bücher, die ich mir bisher angeschaut habe, sind leider für Profis, wer einen Tipp hat, her damit! Sehr hilfreich für alle, die Python lernen, übrigens dieses Tool zur Visualisierung.

Daniel Drepper lernt mittlerweile coden an der Columbia University (großer Neid bei mir und Jonathan). Jonathan wiederum hat dieses Jahr an ein paar coolen Multimedia-Projekten mitgearbeitet, u.a. das Tour-de-France-Spezial bei Zeit Online . Er hat auch meinen Eindruck bestätigt, dass wir jetzt schon das Gefühl haben, ein bisschen besser zu verstehen, was in der großen Programmier-Welt alles möglich ist.

Müssen Journalisten also programmieren können? Ich würde sagen: Wenn sie Bock drauf haben. Denn das habe ich gemerkt. Ohne eine kleine Affinität zur Mathematik, zum Knobeln, und zum logischen Denken, ist die Codecademy wirklich hart. Und hätte ich daran keinen Spaß gehabt, wäre es vermutlich schon nach 20 Prozent vorbei gewesen.

To be continued in 2014.

Eine zweite Sache, die ich dieses Jahr ausprobiert habe, war mein erster MOOC (Massive Open Online Course), und zwar zum Thema Datenjournalismus beim Knight Center for Journalism in the Americas. 

Mehr als tausend Journalisten aus aller Welt haben daran teilgenommen. (Besonders spannend deshalb auch die FB-Gruppe zum Austausch). Jede Woche gab es eine Lektion und ein anschließendes Quiz. Leider kam der praktische Teil sehr kurz, es wurden Tools vorgestellt, aber wenig selber ausprobiert. Hier empfiehlt es sich, genauso wie beim Codeyear, ein eigenes Projekt zu entwickeln.

Dafür Inspiration ohne Ende! Zum einen dank der unzähligen Links. Drei Beispiele einmal hier:

1) ProPublica löst auf, welche Doktoren Geld aus der Industrie erhalten, nah an den Betroffenen, die einfach den Namen ihres Doktors in die Suche eingeben können.

2) Die Washington Post zeigt mit “Faces of the Fallen” die Gesichter der Toten aus dem Irak-Krieg.

3) Für Sportfans: Die New York Times visualisiert die Leistungen des Pitchers Mariano Rivera.

Geht immer: Der DataBlog des Guardian, NZZ data, David Bauer bei Twitter, Julius Tröger bei Twitter, #ddj, und wem das alles zu professionell ist, einmal im Monat gibt’s bei Martin Pieck erste #ddj Versuche

Und 2014?

Das European Center of Journalism bietet einen MOOC zu Datenjournalismus an, jetzt noch schnell hier registrieren.

Für’s #Codeyear2014 gibt es schon Interesse, ich verlinke mal unten, damit ihr euch vernetzten könnt:

Marcus Schoft
Vanessa Wormer
Daniel Stahl
Isabelle Müller

 

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